Limpe Fuchs in Barcelona und Umgebung vom 11. – 14. Juni 2010
Klangart Wuppertal, 30. Mai 2010
Babel und Fuchs: Musik auf Granitplatten
Trio Traum
Traummusik im „Werkstattkonzert” für fantasiebegabte Musikliebhaber. Unter anderem gab es einen „Alptraum”. Das Rollgeräusch eines mit einer Eisenkette verbundenen großen Zahnrades, das Limpe Fuchs auf dem Pflaster des Gewölbes mit dem Fuß vor sich her schob, dröhnte, unterstützt vom bedrohlichen „Holzhorn Reden”. Die beiden anderen Musiker pfiffen schrille Weisen dazu auf Melodika und Daumenflöte (Trostberger Tagblatt, 29.1.2010)
Zum Isentaler Pfundsarschgaudi Festival lud die Rocklegende der 80er zum Frauentag am Freitag, 17.Juli die Oberton Sängerin und Dichterin Ulrike Stoltz und die junge Didgeridoo Spielerin Astrid Mehltau ein
Ein Spielwerk für die Traumzeit
Die Klanginstallationen von Limpe Fuchs und die Objekte von Linde Mötz -
Grübl sowie eine staunenswerte Material- und Requisitenfülle
verwandelten den Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche in das magische
Unterholz eines Klanghaines. Limpe Fuchs als Leiterin des "Spielwerkes"
war Stimmführerin bei der differenzierten, inventionsreichen Klang- und
Geräuschcollagen, die nicht bloss lautmalerische Illuminationen
anzielten, sondern einen klaren musikästhetischen Mehrwert einbrachten.
After her wonderful show in Hasselt last year we are delighted to invite Limpe Fuchs once more, this time in Brussels...
Limpe Fuchs is an improvisor/ composer of acoustic and visual happenings. Born in 1941, studying piano, violin and percussion in the early sixties. Started "Anima Sound", a collective name for twenty years of .sound research" with her partner, sculptor Paul Fuchs. Also known as 'Anima Musica', they epitomized the ingenious marginal freak scene of the sixties and seventies and are often cited as a major influence on Krautrock.
Anima's anarchic recordings were radical, atonal improvisations with unconventional instruments, unrestrained creativity, and utterly unstructured performances - primal, experimental free-jazz with a touch of prog-rock. In an unlikely array, instruments like drums, bass and cornet were combined with Paul Fuchs' own homemade inventions: the Fuchshorn, Fuchszither, and Fuchsbass; Limpe Fuchs wordless vocal yelps and screams; and audio-visual machines: light-ray oscillographs and movement holograms. Fringe community outsiders, the Fuchs took freak-out avant-garde to a new level.
By 1987' Anima had become Limpe Fuchs' solo project. She preserves the .no formalisms, no explanations" methodology in her solo work, and continues exploring the outer realms with her characteristic delight in invention. Using piano, violin, Fuchs-instruments and natural objects like stones and wood, and her singularly freeform, flighty vocals, she released four solo albums, Via in 1987, Muusiccia, in 1993, and Nur Mar Mus in 1999 and recently Vogel Musik and Pianobody. She says of her recent work " The visual aspect is of the same importance as the acoustic... Life and music alive..."
(Juli 2007, Paradeis Productions)
Seit Jahrzehnten gehört Limpe Fuchs zu den phantasievollsten Klangkünstlerinnen der internationalen experimentellen Musikszene. Vielfach ist sie mit selbstgebauten Instrumenten von skulpturaler Kraft hervorgetreten, hat in grenzüberschreitenden Performances mit Musikern wie Friedrich Gulda, Albert Mangelsdorff, Sebi Tramontana zusammengearbeitet. Inspiriert von Soundscape Künstlern wie Murray Schaefer und nicht zuletzt auch von John Cage, verfügt die professionelle Perkussionistin Limpe Fuchs über eine selten wache Sensibilität für prozessuale und überraschende Interaktionen und spontane Klanggeräuschentfaltungen.
[...] Im zweiten Teil wechselten Töne mit Stille, wuchsen die Klänge an, flüsterte Limpe Fuchs in behutsamer Lautmalerei, die sie in einem Jauchzer enden ließ. Schwere Kugeln rollten durch den Raum, Holzstäbe oder Kugeln in Glasschalen geworfen, Schläge mit Klöppeln, mit Stäben, auf Glas auf Stein reihten sich zu immer neuen Lauten [...]
Klang und Konzept hervorragend realisiert in der Wuppertaler Bandfabrik
Symphonische Klangperformance. Konzert in der Klosterkirche mit Limpe Fuchs
und der Fotokünstlerin Inge Vogt begeisterte.
Eingeladen hatten Column One auch die Komponistin Limpe Fuchs — eine Münchner Kapazität seit den späten Sechzigern in Sachen freie Improvisation und Instrumentenbau. Wie mit ihrem früheren Projekt „Anima Musica“ demonstrierte sie in der Maria am Ostbahnhof noch einmal, wie sich über die Konventionen von Instrument und Stimmung hinwegsetzen lässt. Unter dem Motto „Listen to the Tone disappearing“ erkundete sie spielerisch die Formbarkeit des Klangs.
Eine Sternstunde: Schuberts Winterreise im 17. Werkstattkonzert — Musikalische Begegnung von Vergangenheit und Jetztzeit
Eine musikalische Wunderwelt, die alles von einem abverlangt. die Formation TRIOfon präsentierte sich im Taufkirchner Wasserschloss
(Süddeutsche Zeitung 1./2./3.10.05)
[...] Limpe Fuchs Musik entzieht sich jeder gängigen Beschreibung. Es gibt keine „Werke“. Keine Formalismen, keine Erklärungen. Was es gibt ist ein Eintauchen in fremde und doch vertraute Klangwelten, die sich einer verbalen Beschreibung entziehen. Doch sie setzen sich fest in den Gehörgängen, in den Nervenbahnen, im Gemüt, lösen Sensationen im Sinne von Empfindungen aus . ..wenn sie zärtlich mit dem Geigenbogen über die straff gespannte Stahlsaite streicht, wenn die Resonanztrommeln in ihrer luftigen Höhe infolge dieser Berührung leise erzittern, dann ist alles Klang.
(Dachauer SZ 11.05.2005 - Akustische Sensationen Experimentalmusik von Limpe Fuchs)
Schatten tanzen im Klang Mobile:... dreiteilig ist die Performance, die leise, sinnliche Kunst der Schattenspielerinnen wird von kleinen Klangkonzerten von Limpe Fuchs auf Metalltrommeln und singenden Bronzestäben unterbrochen. Am Schluss der experimentellen Inszenierung sind die Performerinnen selbst zu Mobile-Figuren geworden, balancieren auf höchst poetische Weise Spannungen zwischen langen Eisenstäben und den Körpern aus
„Klänge und Geräusche Hören im Alltag und die neue Musik“, nachdem Limpe Fuchs ihre Instrumente vorgestellt hatte: „Ich bin auf der Suche nach dem Klang, die Limpe Fuchs hat ihn schon gefunden!
(Helmut Lachenmann 1997 bei der Tagung in der evangelischen Akademie Tutzing)
Hans Michael Rehberg und Anja Lechner
[...] der ganze Ballast von einigen Jahrtausenden Musikgeschichte, alle üblichen ästhetisch, formalen Kategorien und jegliches, kulinarisch genießerische Musikhören wird dabei zurückgelassen ..
(Heinz Zettel, Ingolstadt 1992)
Neun junge Musiker halten eine ganze Maschinenhalle,
die der Zeche „Zollern II“ in Bövinghausen „besetzt“
und ein engagiertes Publikum ausser Atem. „Spontan Klang Komposition“
hieß das Projekt, für das Limpe Fuchs für die Kirchentags „Freiräume“
ein zehnköpfiges Ensemble, die Gruppe „Spot Stop 2“ um sich scharte [...]
„Bruchstücke für Ilona“ Musiktheater von Anima und Achim Freyer,
Paul und Limpe Fuchs, Zoro Babel (Ballastsaiten und andere Instrumenten):
Ein Gang durch ungewöhnliche Klangwelten, erzeugt u.a. auf Saiten,
die mit Gewichten an verstärkenden Membranen aufgehängt sind.
Klangskulpturen, Raumklänge, Fremdes beeindruckend.
Mit selbstgebauten Klangplastiken waren sie am Freitag abend zu Gast im Evangelisch-kirchlichen Aufbaugymnasium Mössingen: Limpe und Paul Fuchs wollten mit ihren avantgardischen Klängen den Zuhörer »dort abholen, wo er musikalisch herkommt und ihn ein Stück auf den eigenen Weg nehmen«
[...] blind an der Rampe entlang tastet sich Limpe Fuchs in „Ballast eine Liebe“.
Symbolträchtig und typisch für den Charakter dieser Performance ist die Nähe zur Kreissäge.
[...] What the Fuchs family does is perform mesmerizing music under the name Anima, and they have been doing it across Europe for the past fifteen years to a combination of critical acclaim and head scratching.
Anima uses a variety of homemade instruments combined with standard instruments to create a musical world of their own in which any method used to create sound is valid — a kind of intrafamily anarchy. [...]
(Interview Anima Music, Chicago 1983)